Day 101: Es geht nicht darum wie, sondern dass du es tust

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Sobald wir am Morgen unsere Augen öffnen, haben wir alle unsere kleinen Eigenarten, die unseren Morgen und den ganzen Tag prägen. Ich für meinen Teil wache auf, schnappe mir mein Handy und schaue, was die Welt in den letzten sieben Stunden so getrieben hat. Dann dusche ich, mache mir einen Ingwer-Zitromne-Tee und mache mir ein Frühstück. Währenddessen schaue ich irgendwelche Videos, bevor ich mich mit einem Kaffee an den Schreibtisch setze. 

Unser ganzer Tag wird durch die Gewohnheiten bestimmt, die wir uns im Laufe der Zeit bewusst oder unbewusst antrainiert haben. Das ist eigentlich auch eine gute Sache, denn, wenn du deinen Gewohnheiten nachgehst, muss dein Körper weniger Energie für die Durchführung aufwenden. So wie das bei Dingen, die man immer und immer wieder macht halt ist. 

Einige Gewohnheiten sind jedoch besser als andere. Welche Eigenschaften besser sind als andere, bestimmt jeder Mensch für sich selbst. Wenn man gesund sein will, dann ist Sport treiben wahrscheinlich besser, als Rauchen. Wenn man ungesund sein will, ist Rauchen wahrscheinlich besser. Es kommt darauf an, wie man sich sich und sein Leben vorstellt. Das entscheidet letztendlich, ob eine Gewohnheit als gut oder schlecht angesehen werden kann. Alles, was von dieser ‚Idealvorstellung‘ ablenkt, kann als schlechte Gewohnheit angesehen werden.

Nachdem den kompletten Dezember und die ersten Januartage keinen Sport treiben konnte, habe ich mein Fazit daraus gezogen und für mich beschlossen ab jetzt mehr Zeit in Cardio zu investieren. Das heißt, dass ich jetzt Joggen als Gewohnheit in mein Leben integrieren möchte. 

Wie mache ich das?

Als ich mir die Challenge gesetzt habe, jeden Tag einen neuen Blog zu veröffentlichen, ging es mir nicht darum, wie sinnig das ist, was ich schreibe, und es ging nicht darum, wie viel ich schreibe. Es ging darum, dass ich schreibe und es veröffentliche. Genauso mache ich das jetzt mit dem Joggen. Es geht nicht darum, wie weit oder wie lange ich jogge. Es geht darum, dass ich jogge. Es geht darum aus der Komfortzone rauszugehen und loszulegen. 

Genauso habe ich es auch gemacht, als ich es mir zur Gewohnheit gemacht habe jeden Tag ins Gym zu gehen. Manchmal hatte ich gar keine Lust mehr mich noch aufzuraffen. Dann habe ich mir gesagt, dass ich nur zwei Übungen fix mache und dann wieder nach Hause fahre. Doch, wenn man dann erst einmal da ist, hat man die größte Hürde -einfach anzufangen- schon überwunden und man hat auf einmal Bock doch mehr zu machen. Das macht einen sogar manchmal noch besser gelaunt, da man seine eigenen Erwartungen übertroffen hat. 

Also, wenn ich mal nur 5 Minuten laufe oder 500 Meter, dann ist das nicht schlimm. Es geht darum, dass ich laufe. Denn es geht darum die Gewohnheit aufzubauen und nicht darum einen Marathon zu laufen. Wenn das Ziel ein Marathon wäre, wären die 500 Meter vielleicht ein bisschen wenig. 

Was ich noch empfehlen kann, wenn man sich eine Gewohnheit antrainieren möchte sind folgende Dinge: 

  1. Such dir eine genaue Zeit(, sofern du kannst). Zum Beispiel nach dem Aufstehen. So denkst du irgendwann gar nicht mehr aktiv darüber nach, dass du jetzt starten musst, sondern fängst automatisch an, da es zu deinem täglichen Ablauf gehört.
  2. Such dir einen Partner, der dasselbe Ziel verfolgt. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren und der Druck zu Versagen steigt, da du es nicht nur vor dir, sondern auch vor der anderen Person rechtfertigen musst. 
  3. Fang einfach an. Das ist meistens die größte Hürde. Man denkt an den störenden Regen und die Kälte draußen und hat von vorne herein keine Lust anzufangen. Dabei ist es meistens gar nicht so schlimm wie man denkt und man fühlt sich teilweise noch besser, wenn man es trotz widriger Bedingungen durchgezogen hat. Mach einfach den ersten Schritt. Zieh dir deine Schuhe an und geh raus. 

Danke für’s Lesen 🙂

Schönen Tag. 

Gruß und Kuss. 

Du geiles Stück Existenz!

Fritz Jesse Lau

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